Grünlandflächen in Clarholz

Lagebeschreibung:

westlich und südlich des Klosters Clarholz

Beschreibung der Ist-Situation

Grünlandkomplex aus Fettweiden am westlichen Ortsrand von Clarholz auf Gley- bzw. Nassgley und Anmoorgley-Böden. Die Fettweiden sind durch die alte Eichenallee am Kloster Clarholz und einem Feldgehölz in drei Flächen gegliedert. An die Grünlandflächen schließt im Südwesten ein naturnaher artenreicher Laubwald (Blinder Busch) an.

Aufgrund der intensiven Nutzung sind die Grünlandflächen relativ artenarm und der Weidelgras-Weißklee- Weide zuordnen. Folgende typische Pflanzenarten dieser Gesellschaft sind auf den Flächen vorzufinden: Weidelgras, Wildlieschgras, Weißklee, Löwenzahn, Gänseblümchen, Wiesenrispengras, Kriechender Hahnenfuß.

Im Wurzelbereich Eichenbestände sind deutliche Bodenverdichtungen und Trittschäden sichtbar. Am westlichen Rand der Maßnahmenfläche 11.3 befinden sich im Wald zwei kleinere Teiche. Während der Bestandsaufnahme konnten an diesen Gewässern keine Amphibien festgestellt werden.

Bewertung der Maßnahmenflächen:

Der Grünlandkomplex weist aufgrund der Standortvoraussetzungen (Gley-Böden) ein hohes Entwicklungspotenzial auf. Darüber hinaus sind aufgrund der hohen Strukturvielfalt (Eichenallee aus Altholz, Hecken, naturnaher Laubwald) des Gebietes, Habitate für unterschiedliche Tierarten vorhanden. Eine Beeinträchtigung durch die Siedlungsnähe ist nur bedingt gegeben, da eine Begehbarkeit der Flächen nur entlang der Bebauung und im Bereich der Eichenallee gegeben ist. • artenarme Grünlandflächen

Maßnahmenkonzept

Entwicklung von artenreichen, extensiv genutztem Grünland und Steigerung der Strukturvielfalt durch Anlage von Blänken mit Kleingewässern

Beschreibung der Nutzungsformen:

  • Mähweidenutzung: erster Schnitt mit Abräumen des Mähgutes ab 15.06., danach Beweidung mit bis zu 4 GVE/ha bis zum 31 .10., keine Düngung, kein Pflegeumbruch, keine Entwässerungsmaßnahmen, keine Zufütterung
  • Alternativ Wiesennutzung: erster Schnitt ab 15.06., zweiter Schnitt ab 01 .09., Mähgut abräumen, keine Düngung, kein Pflegeumbruch, keine Entwässerungsmaßnahmen

Zielsetzung ist eine abwechslungsreiche, extensive Nutzung der Flächen. Angestrebt wird ein nebeneinander beider Nutzungsarten innerhalb des Grünlandkomplexes. Ein Wechsel der oben beschriebenen Nutzungsarten sowie eine z.B. witterungsbedingte Anpassung der ersten Schnitte erfolgt in Absprache mit der ULB. Eine Standweide ist nicht zulässig.

Schutz der stammnahen Wurzelbereiche der Alleebäume und Einzelbäume durch Auszäunung, Anlage von Säumen.

Anlage von Blänken durch Abtrag des Oberbodens in Verbindung mit der Anlage von Teichen.


Planunterlagen

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