Ökokonto Stadt Hagen

PLANUNGSANLASS

Im Folgenden werden im Auftrag der Fürstlich zu Bentheim-Tecklenburgischen Verwaltung erarbeitete Planungen für einen kreisübergreifenden Flächenpool bzw. ein Ökokonto für zwei jeweils zusammenhängende Liegenschaftskomplexe vorgelegt.Die Unterlagen stellen eine nach verschiedenen Behörden abstimmungen überarbeitete Fassung der Unterlagen dar, die im Jahre 2017 bei den Unteren Naturschutzbehörden der kreisfreien Stadt Hagen, des Kreises Unna sowie des Märkischen Kreises zur Prüfung eingereicht wurden.

Die betrachteten benachbarten Liegenschaftskomplexe der Bentheim-Tecklenburgischen Verwaltung liegen im Nordwesten des Sauerlandes im Übergang zur Westfälischen Bucht. Sie werden im Folgenden als

  1. Liegenschaftskomplex Süd,gelegen südlich der Lenne im Bereich von Hohenlimburg beiderseits des Nahmer Bachtals (dargestellt jeweils auf Blatt 1 der Plananlagen 2 bis 6) und
  2. Liegenschaftskomplex Nord, gelegen nördlich der Lenne im Bereich der Schälker Heide und angrenzender Bereiche (dargestellt jeweils auf Blatt 2 der Plananlagen 2 bis 6)

bezeichnet. Die beiden in etwa gleichgroßen Liegenschaftskomplexe südlich und nördlich der Lenne umfassen zusammen etwa eine Fläche 1150 ha. Die Liegenschaften stellen ganz überwiegend Waldflächen dar.

Das von der fürstlichen Verwaltung beauftragte naturschutzfachliche Planungsinstrumenteines Flächenpools bzw. durch Maßnahmenumsetzung daraus entstehenden Ökokontossoll allgemein dazu dienen, vorgezogene Kompensationsleistungen (ökologische Flächenaufwertungen) für künftige Eingriffe in Natur und Landschaft planerisch zu fixieren (Flächenpools) und anschließend sukzessive umzusetzen (Ökokonto). Die vorgezogenen Kompensationsmaßnahmen werden dabei mittels eines Punktesystems bewertet. Zum Zeitpunkt eines Eingriffs werden die auf dem Ökokonto durch geeignete Maßnahmenangesammelten Punkte (Ökopunkte) entsprechend der eingriffsbedingten Bedarfsmenge abgebucht. Hierdurch ist dann das eingriffsbedingte Punktedefizit rechnerisch ausgeglichen und der Eingriff damit kompensiert.

Die ökologische Wertigkeit einer Fläche bzw. Maßnahme wird nach Abstimmung mit den betroffenen Unteren Naturschutzbehörden im Rahmen dieser Planung mittels des Verfahrens des LANUV „Numerische Bewertung von Biotoptypen für die Eingriffsregelung in NRW“ bewertet. In diesem Verfahren werden die Wertigkeiten der Ausgangs- und der Zielbiotope anhand von festgelegten Wertkriterien (Alter, Seltenheit, Struktur etc.) ermittelt.So besitzen z.B. alte, naturnahe Waldbestände deutlich höhere ökologische Wertigkeiten im Vergleich beispielsweise zu landwirtschaftlich genutzten Bereichen. Hierdurch lässt sicheiner Fläche, einem sog. Biotoptyp, ein Punktwert (Grundwert je m2) entsprechend der ökologischen Wertigkeit zuweisen.

Zur Berechnung der Aufwertung wird der ökologische Wert der Ausgangsfläche, wie beispielsweise einer Ackerfläche dem Wert nach Durchführung der Maßnahmen, wie beispielsweise einer Aufforstung mit heimischen Gehölzarten gegenübergestellt. Zur Anerkennung der Aufwertung muss ein räumlich funktionaler Zusammenhang zwischenden durch die Baumaßnahme betroffenen Funktionen des Naturhaushaltes und den durch die geplante Maßnahme wieder herstellbaren Funktionen bestehen.Als erster Arbeitsschritt zur Erstellung des Flächenpools wurden die relevanten übergeordneten planerischen Vorgaben für den Planungsraum zusammengestellt und ausgewertet, um planerische und landschaftsökologische Rahmenbedingungen festzustellen. Im weiteren Schritt wurde eine Auswertung von bodenkundlichen und geologischen Karten durchgeführt, um die landschaftsräumlichen Besonderheiten des Planungsraumes zu erfassen.

Auf Basis der Analyse der Zustandsdaten und durch einen Vergleich mit der heutigen Nutzungsstruktur wurden wichtige Strukturelemente und Defizitbereiche ermittelt. Unterfachlichen Gesichtspunkten wurden anhand der Strukturanalyse abschließend die inbesonderem Maße für Kompensationsmaßnahmen geeigneten Räume abgegrenzt. Die Auswahl geeigneter Vorrangräume für Kompensationsflächen basiert auf folgendenKriterien:

  • Auswahl aus möglichst zusammenhängenden Räumen,
  • Berücksichtigung der naturräumlichen und standörtlichen Entwicklungspotenziale,
  • Ökologische Wertsteigerung und Erhaltung bzw. Verbesserung der Erholungsfunktion ist sinnvoll und durch Kompensationsmaßnahmen realisierbar,
  • Ableitung von Entwicklungszielen unter Berücksichtigung der planerischen Vorgaben aus Regionalplan und Landschaftsplänen.

Schmittau I (Hohenlimburg) Maßnahme 1.1.5

Fläche (m²) 11.250 Lagebeschreibung: Liegenschaftskomplex Süd, Hohenlimburg, kreisfreie Stadt Hagen Maßnahmenblatt (Maßnahme 1) Umbau von naturfernen Nadelholzforsten (meist Fichtenforste) in naturnahe Eichen- und Buchenmischwälder Maßnahmenbeschreibung: Der Umbau von nadelholzdominierten Forsten…

Schälk (bei Letmathe) Maßnahme 2.5.1

Fläche (m²) 49.365 Lagebeschreibung: Liegenschaftskomplex Nord bei Letmathe, kreisfreie Stadt Hagen Maßnahmenblatt (Maßnahme 5) Vollständiger und dauerhafter Nutzungsverzicht in älteren Laubmischbeständen (Prozessschutz) zur Entwicklung totholz- und biotopbaumreicher Wälder Maßnahmenbeschreibung: Zur…

Schälk (bei Letmathe) Maßnahme 2.1.5

Fläche (m²) 7.171 Lagebeschreibung: Liegenschaftskomplex Nord bei Letmathe, kreisfreie Stadt Hagen Maßnahmenblatt (Maßnahme 1) Umbau von naturfernen Nadelholzforsten (meist Fichtenforste) in naturnahe Eichen- und Buchenmischwälder Maßnahmenbeschreibung: Der Umbau von nadelholzdominierten…

Schälk (bei Letmathe) Maßnahme 2.3.1

Fläche (m²) 17.649 Lagebeschreibung: Liegenschaftskomplex Nord bei Letmathe, kreisfreie Stadt Hagen Maßnahmenblatt (Maßnahme 3) Umbau von naturfremden Laub- und Nadelholzforsten auf feuchten bis nassen Standorten in naturnahe Erlenmischwälder Maßnahmenbeschreibung: Der…

Schmittau I (Hohenlimburg) Maßnahme 1.1.17

Fläche (m²) 80.295 Lagebeschreibung: Liegenschaftskomplex Süd, Hohenlimburg, kreisfreie Stadt Hagen Maßnahmenblatt (Maßnahme 1) Umbau von naturfernen Nadelholzforsten (meist Fichtenforste) in naturnahe Eichen- und Buchenmischwälder Maßnahmenbeschreibung: Der Umbau von nadelholzdominierten Forsten…

Schälk (bei Letmathe) Maßnahme 2.2.5

Fläche (m²) 32.122 Lagebeschreibung: Liegenschaftskomplex Nord bei Letmathe, kreisfreie Stadt Hagen Maßnahmenblatt (Maßnahme 2) Umbau von naturfemen Laubmischforsten (Pappelmischforste) in naturnahe Eichen- und Buchenmischwälder Maßnahmenbeschreibung: Die Maßnahme umfasst den Umbau…

Schälk (bei Letmathe) Maßnahme 2.2.1

Fläche (m²) 41.969 Lagebeschreibung: Liegenschaftskomplex Nord bei Letmathe, kreisfreie Stadt Hagen Maßnahmenblatt (Maßnahme 2) Umbau von naturfemen Laubmischforsten (Pappelmischforste) in naturnahe Eichen- und Buchenmischwälder Maßnahmenbeschreibung: Die Maßnahme umfasst den Umbau…

Schmittau I (Hohenlimburg) Maßnahme 1.1.1

Fläche (m²) 11.281 Lagebeschreibung: Liegenschaftskomplex Süd, Hohenlimburg, kreisfreie Stadt Hagen Maßnahmenblatt (Maßnahme 1) Umbau von naturfernen Nadelholzforsten (meist Fichtenforste) in naturnahe Eichen- und Buchenmischwälder Maßnahmenbeschreibung: Der Umbau von nadelholzdominierten Forsten…

Schmittau 1 / Franzosenschanze (Hohenlimburg) Maßnahme 1.6.1

Fläche (m²) 3.592 Lagebeschreibung: Liegenschaftskomplex Süd, Hohenlimburg, kreisfreie Stadt Hagen Maßnahmenblatt (Maßnahme 6) Auflichtungs· und Pflegemaßnahmen im Bereich der historischen Anlage ,,Franzosenschanze“ Maßnahmenbeschreibung: Südlich von Hohenlimburg in der Nähe des…

Hohenlimburg, Maßnahme 5.2

Fläche (m²) 7.608 Lagebeschreibung: Liegenschaftskomplex Süd, Hohenlimburg, Maßnahmenblatt (Maßnahme 5) Vollständiger und dauerhafter Nutzungsverzicht in älteren Laubmischbeständen (Prozessschutz) zur Entwicklung totholz- und biotopbaumreicher Wälder Maßnahmenbeschreibung: Zur Entwicklung und Erhaltung eines…